Heuschnupfen – Was Du dagegen tun kannst

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) ist eine Allergie der Nasenschleimhaut, meist auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelsporen. Typisch sind Niesanfälle, laufende oder verstopfte Nase, Jucken in Nase und Augen und tränende Augen.

Erkältung oder Allergie – Woran erkennst Du den Unterschied?

Sowohl Erkältung als auch Heuschnupfen betreffen die oberen Atemwege und können sich ähnlich anfühlen, sind aber sehr verschieden.

MerkmalHeuschnupfen / AllergieErkältung
AuslöserAllergene (Pollen, Milben, Tierhaare)Viren
BeginnPlötzlich, oft innerhalb von MinutenAllmählich über 1–2 Tage
DauerWochen, solange AllergenkontaktMeist 7–10 Tage
JuckreizStark: Nase, Augen, evtl. GaumenKaum Juckreiz
NasensekretKlar, dünn, „wie Wasser“Eher zäh, wird später gelblich
Fieber & GliederschmerzenSelten, kein FieberHäufig leichter Infekt mit Krankheitsgefühl
AnsteckungNicht ansteckendAnsteckend (Tröpfchen)

Tabelle: Typische Unterschiede zwischen Allergie und Erkältung

Auffällig bei Allergien ist vor allem starker Juckreiz und wiederkehrende Beschwerden in bestimmten Situationen (z.B. nur im Frühling, nur bei Kontakt mit Tieren).

Wenn Du unsicher bist – komm lieber einmal mehr in die Hasen Apotheke. Wir helfen Dir gerne bei der richtigen Einordnung!

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Was Du gegen Heuschnupfen tun kannst

1. Allergene möglichst meiden

Die wichtigste Basismaßnahme ist, den Kontakt mit den Auslösern zu reduzieren:

  • Pollen: Fenster bei starkem Pollenflug geschlossen halten, Haare abends waschen, Kleidung nicht im Freien trocknen.
  • Hausstaubmilben: Schutzbezüge für Matratze/Kissen, regelmäßig heiß waschen, Staubfänger reduzieren.
  • Tierhaare/Schimmel: Kontakt einschränken, Wohnräume gut lüften, Feuchtigkeit vermeiden.

In Studien halfen solche Strategien, Heuschnupfensymptome zu verringern und Infekte der oberen Atemwege zu reduzieren.

2. Antihistaminika – Tabletten, Säfte, Schmelztabletten

Histamin ist der Botenstoff, der bei Heuschnupfen Juckreiz, Niesen und laufende Nase auslöst. Antihistaminika blockieren diesen Effekt und sind deshalb ein Grundpfeiler der Behandlung.

  • Lindern vor allem: Niesen, laufende Nase, Juckreiz, Augenbeschwerden.
  • Moderne Wirkstoffe (z.B. Levocetirizin, Desloratadin und Bilastin) machen deutlich seltener müde als ältere Präparate.
  • Viele Menschen nehmen sie einmal täglich in der Saison.

In der Hasen Apotheke schauen wir gemeinsam, welches Präparat zu Deinen Beschwerden, Deinem Alltag (z.B. Autofahren, Schichtdienst) und möglichen Vorerkrankungen passt.

3. Nasensprays gegen Heuschnupfen

Es gibt unterschiedliche Nasensprays, die bei Allergie eingesetzt werden:

  • Kortisonhaltige Nasensprays (intranasale Kortikosteroide):
    Diese Nasensprays gelten in Leitlinien als wirksamste Therapie für mittelstarken bis starken Heuschnupfen, besonders bei verstopfter Nase.
    • Wirken direkt in der Nasenschleimhaut
    • Reduzieren Schwellung, Niesen, laufende und verstopfte Nase
    • Werden meist einmal täglich angewendet
    • Systemische Nebenwirkungen sind in empfohlener Dosierung gering.
  • Antihistamin-Nasensprays:
    Wirken schnell vor allem gegen Juckreiz und Niesen und können bei leichteren Beschwerden oder zusätzlich eingesetzt werden.

Welche Variante für Dich sinnvoll ist, hängt von der Stärke und Art der Symptome ab – dazu beraten wir Dich sehr gerne persönlich.

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4. Augentropfen bei juckenden, tränenden Augen

Allergische Bindehautentzündung („rote, juckende, tränende Augen“) ist beim Heuschnupfen sehr häufig.

Bei uns in der Hasen Apotheke bekommst Du:

  • Antihistamin-Augentropfen (z.B. Azelastin, Levocavastin): sehr wirksam bei Jucken und Rötung.
  • Mastzellstabilisierende Tropfen (z.B. Natriumcromoglicat): eher vorbeugend, regelmäßig angewendet (mindestens 3-4 Wochen vor der Allergie-Saison mit der Anwendung beginnen!)

Viele Betroffene profitieren von der Kombination: Tablette + Augentropfen + Nasenspray, je nach Beschwerdebild.

5. Wann solltest Du unbedingt zum Arzt?

Aus der Apotheke können wir sehr viel tun, aber manchmal ist ärztliche Abklärung wichtig, zum Beispiel wenn:

  • Du Atemnot, pfeifende Atmung oder Husten bekommst (Asthma-Gefahr).
  • Fieber, starke Halsschmerzen oder ausgeprägtes Krankheitsgefühl hinzukommen (eher Infekt als reine Allergie).
  • Deine Beschwerden trotz konsequenter Behandlung anhalten oder sich verschlimmern.
  • Du eine Allergie-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) in Erwägung ziehst – diese kann langfristig die Ursache beeinflussen.

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6. Warum sich der Weg in die Apotheke lohnt

Studien zeigen, dass viele Menschen ihren Heuschnupfen nur unzureichend behandeln und Mittel oft „auf gut Glück“ wählen. In Apotheken durchgeführte Beratungsprogramme konnten die Beschwerden und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, vor allem durch bessere Medikamentenauswahl, richtige Anwendung und Tipps zur Vorbeugung.

In der Hasen Apotheke bekommst Du:

  • Hilfe beim Unterscheiden von Erkältung und Allergie
  • Eine symptombasierte Auswahl der passenden Mittel (Tabletten, Nasenspray, Augentropfen)
  • Tipps, wie und wann Du Deine Medikamente am besten einnimmst (viele profitieren, wenn sie z.B. bei vorhersehbaren Pollenbelastungen frühzeitig starten)
  • Hinweise, wann ein Arztbesuch sinnvoll oder nötig ist.

Wenn Du Dir unsicher bist, ob es wirklich Heuschnupfen ist oder „nur“ eine Erkältung – komm einfach vorbei. Gemeinsam finden wir heraus, was dahintersteckt, und stellen Dir Deine persönliche Heuschnupfen-Strategie zusammen.

Shin
Ji-Young Shin

Apothekerin und Inhaberin der Hasen Apotheke am Hasenbergl.

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